Langsam gesprochene Nachrichten

01.04.2023 – Langsam Gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Neues Amt für Ursula von der Leyen?

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, ist laut einem Medienbericht eine Kandidatin für das Amt des neuen NATO-Generalsekretärs. Dies berichtete die britische Zeitung "The Sun" mit Bezug auf Informationen aus britischen Diplomatenkreisen. Dem Bericht zufolge hätte eine Reihe von NATO-Mitgliedsstaaten vorgeschlagen, von der Leyen solle im Oktober das Amt antreten. Allerdings werde Großbritannien laut dem Bericht ein Veto gegen von der Leyen einlegen, da sie in ihrer früheren Funktion als deutsche Verteidigungsministerin nur eine dürftige Erfolgsbilanz vorzuweisen habe.
 

Demo gegen den UN-Repräsentanten für Bosnien in Sarajewo

Tausende Menschen haben am Freitag in Sarajewo gegen den Hohen Repräsentanten der internationalen Gemeinschaft in Bosnien, den Deutschen Christian Schmidt, demonstriert und seine Ablösung gefordert. Aufgerufen zu der Kundgebung hatten Zivilorganisationen und Intellektuelle, die die Spaltung Bosniens auf ethnischer Grundlage ablehnen. Schmidt hatte in den vergangenen Monaten in die bosnische Verfassungsordnung eingegriffen und damit nach Ansicht von Kritikern die Position kroatischer Nationalisten gestärkt.
 

Griechischer Regierungschef bittet EU um Geld für Grenzzaun

Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hat die Europäische Union um finanzielle Unterstützung für den Grenzzaun seines Landes zur Türkei gebeten. Es sei an der Zeit, dass die EU Mittel für diese Art von Projekten bereitstelle, sagte Mitsotakis bei der Besichtigung des Stahlzauns im nordostgriechischen Feres. Athen plant, die fünf Meter hohe und derzeit gut 37 Kilometer lange Absperrung am Grenzfluss Evros um zunächst 35 Kilometer zu erweitern. Der konservative Politiker betonte, sein Land leiste damit einen Beitrag zu einer "effizienteren europäischen Asylpolitik". Eine mögliche Finanzierung von Absperrungen an den EU-Außengrenzen durch die Union ist äußerst umstritten.
 

Taiwans Charme-Offensive in Guatemala

Inmitten der Spannungen mit China ist Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen zu einem zweitägigen Besuch nach Guatemala gereist. Das bevölkerungsreichste Land Mittelamerikas ist einer von weltweit 13 Staaten, die die Inselrepublik offiziell anerkennen. Das Nachbarland Honduras hatte kürzlich seine diplomatischen Beziehungen zu Taiwan zugunsten Pekings abgebrochen. Neben politischen Gesprächen mit Präsident Alejandro Giammattei wird Tsai ein neues von Taiwan finanziertes Krankenhaus 50 Kilometer westlich von Guatemala-Stadt besuchen.
 

Biden will Tornado-Opfern in Mississippi helfen

US-Präsident Joe Biden hat die von schweren Tornados verwüstete Stadt Rolling Fork im Bundesstaat Mississippi besucht und den Menschen Unterstützung zugesagt. Biden kündigte die Eröffnung eines lokalen Katastrophenzentrums in der 2000-Einwohner-Gemeinde an, wo sich Betroffene Hilfe suchen könnten. Teile von Mississippi waren vor einer Woche von heftigen Stürmen heimgesucht worden. Mindestens 26 Menschen kamen dort und in dem angrenzenden Bundesstaat Alabama ums Leben. Bei einem weiteren Tornado im Bundesstaat Arkansas starben nach Behördenangaben mindestens drei Menschen.
 

Bewährungsstrafe für Regie-Assistenten wegen Tod bei Westerndreh

Im Fall der bei einem Westerndreh von Hollywoodstar Alec Baldwin erschossenen Kamerafrau Halyna Hutchins ist ein Regie-Assistent zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico verhängte das Strafmaß gegen den 63-Jährigen wegen des nachlässigen Umgangs mit einer tödlichen Waffe. Er muss zudem 500 Dollar Strafe zahlen und 24 Stunden Sozialarbeit leisten. Baldwin hatte die Kamerafrau bei einer Drehprobe im Oktober 2021 versehentlich mit einem Revolver erschossen. Der Regie-Assistent hatte Baldwin den Colt zuvor mit den Worten überreicht, die Waffe sei "kalt", also nicht mit scharfer Munition geladen.