Langsam gesprochene Nachrichten

02.12.2023 – Langsam Gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Baerbock ruft zur Zusammenarbeit für Nahost-Friedenslösung auf

Außenministerin Annalena Baerbock hat die arabischen Staaten angesichts neuer schwerer Kämpfe im Gazastreifen zur Zusammenarbeit für eine Friedenslösung zwischen Israel und den Palästinensern aufgerufen. Alle, die das Leid beenden wollten, müssten jetzt zusammenarbeiten, sagte die Grünen-Ministerin in Berlin. Der Schlüssel für ein Leben in Frieden und Sicherheit für Israelis und Palästinenser liege auch in der Region. - Israels Streitkräfte griffen nach eigenen Angaben weitere Ziele der islamistischen Hamas im gesamten Gazastreifen an. Israel, die USA, die EU und andere Länder stufen die Hamas als Terrororganisation ein.
 

Südkorea bringt eigenen Spionagesatelliten ins All

Wenige Tage nach Nordkorea hat nun auch Südkorea seinen ersten militärischen Aufklärungssatelliten ins All gebracht. Beide Länder wollen sich mit eigenen Spionagesatelliten bessere Möglichkeiten zur gegenseitigen Überwachung verschaffen. Eine „Falcon-9"-Rakete des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk hob mit dem südkoreanischen Satelliten vom Militärstützpunkt Vandenberg im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien ab. Der Start sei erfolgreich gewesen, der Satellit habe die vorgesehene Umlaufbahn erreicht, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit.
 

Klimaklub nimmt auf COP28 seine Arbeit auf

Mit der UN-Klimakonferenz COP28 in Dubai hat der sogenannte Klimaklub offiziell seine Arbeit aufgenommen. Der von Deutschland angeregte Zusammenschluss von Industriestaaten, Entwicklungs- und Schwellenländern will im Umweltschutz eine Vorreiterrolle einnehmen. Hauptziel sei es, den Ausstoß von Treibhausgasen in der Industrie zu verringern, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz. Dabei müsse man zunächst die Stahl- und die Zementherstellung wegen ihrer hohen Emissionen in den Blick nehmen. An diesem Samstag will Scholz vor mehr als 140 weiteren Staats- und Regierungschefs auf der Konferenz eine Rede halten.
 

Weitere Ukrainer am Patriot-System ausgebildet

Die Bundeswehr hat eine zweite Gruppe ukrainischer Soldaten am Flugabwehrsystem Patriot ausgebildet. Das Training der etwa 70 Männer und Frauen steht nach mehr als sechs Wochen vor dem Abschluss. Die Verteidigung des ukrainischen Luftraums sei eine zentrale Aufgabe, sagte Generalleutnant Andreas Marlow, Befehlshaber des multinationalen Ausbildungskommandos, bei einem Ortsbesuch. Er verwies darauf, die russischen Angriffe richteten sich gezielt gegen zivile Infrastruktur in der Ukraine. Die Bundeswehr und ihre Partner wollen bis zum Jahresende etwa 10.000 Ukrainer in unterschiedlichen Aufgaben ausgebildet haben.
 

Russland erhöht Zahl seiner Soldaten

Russland stockt seine Streitkräfte deutlich auf. Laut einem Dekret wird die Anzahl der Soldaten ohne Zivilpersonal auf 1,32 Millionen erhöht. Das sind rund 170.000 Mann mehr als bisher. Zur Begründung verwies das Verteidigungsministerium auf die russische Offensive in der Ukraine und die Erweiterung der NATO. Der Ausbau der Armee solle freiwillig geschehen, hieß es. Wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine, der offiziell als „Spezialoperation" bezeichnet wird, hatte die Führung in Moskau 2022 eine Mobilmachung angeordnet. Hunderttausende junge Leute verließen daraufhin fluchtartig das Land.
 

Sahelstaaten planen engeren Zusammenschluss

Die drei Sahelstaaten Mali, Niger und Burkina Faso wollen sich enger zusammenschließen. Die Außenminister der drei Länder empfahlen die Schaffung einer Konföderation mit dem Ziel, diese letztlich zu einem Staatenverband auszubauen. In Mali ist seit einem Staatsstreich im Jahr 2020 eine Militärregierung an der Macht, in Burkina Faso riss das Militär 2022 die Macht an sich. Beide Länder versicherten dem Nachbarland Niger rasch ihre Solidarität, als Ende Juli auch dort Militärs die Macht übernahmen. Die drei Staaten sicherten sich bereits gegenseitigen Beistand zu für den Fall, dass ihre Souveränität und territoriale Integrität angegriffen wird.