Langsam gesprochene Nachrichten

05.08.2022 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

China setzt seine Militärmanöver vor Taiwan fort

Das chinesische Militär hat nach Angaben des taiwanischen Militärs am zweiten Tag seiner Militärmanöver mehrfach die inoffizielle Seegrenze zwischen China und Taiwan überschritten. Mehrere chinesische Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe hätten die Mittellinie in der Taiwanstraße überquert, erklärte das Verteidigungsministerium in Taipeh. China hatte seine Manöver am Donnerstag nach einem Besuch der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan begonnen. Die Übungen reichen bis zu 20 Kilometer an die taiwanische Küste heran. Sie sollen bis Sonntagmittag andauern.

 

Weitere Getreide-Frachter legen aus ukrainischen Häfen ab

Zwei Wochen nach Abschluss des Abkommens für Agrarexporte aus der Ukraine legen drei weitere mit Getreide und Lebensmitteln beladene Schiffe aus ukrainischen Schwarzmeerhäfen ab. Die Frachter hätten zusammen rund 50.000 Tonnen Mais an Bord, teilte das ukrainische Infrastrukturministerium mit. Möglich wurde das durch ein Abkommen der Kriegsgegner Ukraine und Russland unter Vermittlung von UN und Türkei. Inspektionen am Bosporus sollen sicherstellen, dass Schiffe keine Waffen geladen haben. Die seit Monaten ausbleibenden Getreideausfuhren haben die Hungerkrise in Teilen der Welt verschärft.

 

Türkischer Präsident Erdogan reist zu Putin nach Sotschi

Innerhalb nur weniger Wochen kommen der russische Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan erneut zu einem persönlichen Treffen im russischen Badeort Sotschi zusammen. Es werde um aktuelle globale und regionale Fragen gehen, hieß es vom Kommunikationsministerium in Ankara. Neben dem Krieg in der Ukraine dürften auch die türkischen Pläne zu einer neuen Syrien-Offensive besprochen werden. Nach Angaben des Kreml sind unter anderem mögliche Verkäufe von Kampfdrohnen Thema des Treffens.

 

Weiteres Milliarden-Hilfspaket in Italien

Um hohe Inflation und steigende Energiepreise in Italien abzufedern, hat die Regierung in Rom weitere Hilfen von 17 Milliarden Euro verabschiedet, wie Regierungschef Mario Draghi verkündete. Damit sollen die Benzin- und Dieselpreise an der Zapfsäule weiter gedrückt werden. Zudem bekommen einkommensschwache Familien weitere Unterstützung bei der Bezahlung ihrer extrem gestiegenen Strom- und Gasrechnungen. Um die Kaufkraft älterer Menschen zu stützen, wird die für 2023 vorgesehene Erhöhung der Renten vorgezogen. Die Steuererleichterungen für Unternehmen werden ebenfalls verlängert.

 

Ruandische Soldaten führen Angriffe im benachbarten Kongo

Die ruandische Armee hat laut einem vertraulichen UN-Bericht Soldaten in der Demokratischen Republik Kongo auf deren Staatsgebiet angegriffen. Die Streitkräfte des ostafrikanischen Landes hätten mindestens seit November 2021 bei Einsätzen im Nachbarland die berüchtigte Miliz M23 unterstützt. Eine Expertengruppe der Vereinten Nationen hat nach eigenen Angaben "handfeste Beweise" dafür, dass ruandische Truppen im Osten des Kongo an der Seite der Rebellengruppe M23 gekämpft und diese mit Waffen und Munition versorgt haben.

 

RKI gibt keine Entwarnung in der Sommerwelle

In der Corona-Sommerwelle gibt das Robert Koch-Institut für Deutschland keine Entwarnung. Zwar seien Inzidenzen und weitere Werte zuletzt teils deutlich gesunken. Der allgemeine Infektionsdruck und die damit verbundene Belastung des Gesundheitssystems bleibe aber hoch, heißt es im Wochenbericht des Instituts. Zugleich sieht das RKI bei Millionen Menschen weiteren Impfbedarf. Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen sind telefonische Krankschreibungen ab sofort wieder möglich. Derweil teilte das Gesundheitsministerium mit, dass sich Gesundheitsminister Karl Lauterbach mit dem Coronavirus infiziert habe.

 

Mindestens 13 Tote bei Brand in thailändischem Nachtclub

Bei einem verheerenden Brand in einem großen Pub an der Ostküste von Thailand sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 40 wurden bei dem in Sattahip am Golf von Thailand ausgebrochenen Feuer verletzt, einige schwer, berichtete die Zeitung Bangkok Post. Bei allen Opfern - neun Männer und vier Frauen - handele es sich nach bisherigen Erkenntnissen um Thailänder, teilte die Polizei mit. Wieso das Feuer ausbrach, ist bislang unklar.