Langsam gesprochene Nachrichten

10.06.2023 – Langsam Gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Kolumbiens Regierung und ELN vereinbaren Waffenstillstand

In Kolumbien haben die Regierung und die Guerillagruppe ELN einen sechsmonatigen Waffenstillstand vereinbart. Die in Kubas Hauptstadt Havanna ausgehandelte Vereinbarung wurde im Beisein des kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro und des ELN-Anführers Antonio Garcia unterzeichnet. Der Waffenstillstand soll ab dem 3. August gelten. Der Dialog mit der marxistisch-leninistischen ELN hatte bereits 2018 begonnen, wurde später aber abgebrochen. Kolumbiens linksgerichteter Staatschef Petro, selbst ein ehemaliger Guerillero, nahm dann zu Beginn seiner Amtszeit im August 2022 wieder Kontakt zu der Gruppe auf.

 

Viele Kinder bei Detonation von Sprengsatz in Somalia getötet

Bei der Explosion eines zurückgelassenen Sprengkörpers im Süden Somalias sind laut Staatsmedien mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen Kinder. Weitere Personen seien verletzt worden. Die Kinder hätten die Granate auf einem Fußballplatz gefunden und damit gespielt. Zu dem Unglück kam es im Bezirk Qoryoley in der südlichen Provinz Lower Shabelle. Örtliche Behördenvertreter riefen die somalische Regierung wie auch Hilfsorganisationen dazu auf, Minen und Granaten in der Region zu räumen. Sie vermuten, dass der Sprengsatz von Kämpfern der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab stammt. Diese kontrolliert weite Teile im Süden Somalias.

 

Selenskyj würdigt „Heldentum“ ukrainischer Soldaten

Unter dem Eindruck von Meldungen über den angeblichen Beginn der ukrainischen Gegenoffensive hat Staatschef Wolodymyr Selenskyj von „besonders schwierigen Schlachten“ berichtet. Alle Soldaten, die sich daran beteiligen, lobte er in seiner jüngsten Videoansprache ausdrücklich für ihr „Heldentum“. Zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin verkündet, die lang erwartete Gegenoffensive der Ukraine sei schon im Gange. Es gebe bereits seit Tagen „intensive Kämpfe“. Außerdem behauptete er, die Ukrainer hätten an keinem Frontabschnitt ihre Ziele erreicht. Das ließ sich nicht unabhängig überprüfen.

 

Neue Anklageschrift gegen Trump veröffentlicht

Nach der Anklage gegen Ex-US-Präsident Donald Trump in der Dokumentenaffäre strebt der zuständige Sonderermittler einen „zügigen Prozess“ an. Die Anklageschrift zeige den „Umfang und die Schwere“ der Vorwürfe gegen Trump, erklärte Jack Smith in Washington. Zugleich wies er Anschuldigungen zurück, die Ermittlungen seien politisch motiviert. Kurz zuvor war die Anklageschrift gegen Trump veröffentlicht worden. Der 76-Jährige wird darin mit 37 Anklagepunkten konfrontiert. So soll er nach dem Ende seiner Amtszeit im Januar 2021 unter anderem streng geheime Dokumente zum US-Atomwaffenprogramm einbehalten haben.

 

Ex-Premier Johnson verlässt das Parlament

Der frühere britische Premierminister Boris Johnson legt sein Abgeordnetenmandat nieder. Grund seien Vorwürfe eines Parlamentsausschusses, er habe im Zusammenhang mit der „Partygate“-Affäre das Unterhaus belogen, teilte Johnson mit. Zugleich betonte der 58-Jährige, der Ausschuss habe nicht den geringsten Beweis dafür erbracht, dass er das Parlament wissentlich in die Irre geführt habe. Nach einer Reihe von Skandalen hatte Johnson im Juli 2022 seinen Rücktritt als Premier erklärt. 2021 war bekannt geworden, dass während der Corona-Lockdowns mehrfach Partys am Regierungssitz in der Downing Street gefeiert wurden.

 

Kinder nach Flugzeugabsturz aus Regenwald gerettet

In Kolumbien sind mehr als einen Monat nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs vier Kinder lebend gerettet worden. Die Geschwister im Alter von einem, vier, neun und 13 Jahren wurden seit dem Unglück im kolumbianischen Regenwald gesucht. Die Kinder stammen aus einer indigenen Gemeinschaft. Das dürfte ihnen geholfen haben, so lange alleine im Dschungel zu überleben. Kolumbiens Präsident Gustavo Petro schrieb bei Twitter, die Rettung sei „eine Freude für das ganze Land“. Der Pilot, die Mutter der Kinder und ein weiterer Passagier waren bei dem Absturz Anfang Mai ums Leben gekommen.