Langsam gesprochene Nachrichten

12.09.2023 – Langsam Gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Zahl der Toten in Marokko auf fast 2900 gestiegen

Vier Tage nach dem schweren Erdbeben in Marokko ist die Zahl der Todesopfer auf knapp 2900 Menschen gestiegen, mehr als 2500 wurden verletzt. Da ein Großteil des Katastrophengebiets in schwer zugänglichen Regionen im Atlasgebirge liegt, machen die Behörden weiter keine genauen Angaben zur Zahl der Vermissten. Dutzende Dörfer sind nach Berichten der marokkanischen Nachrichtenseite Hespress zerstört. Bei der Suche nach Überlebenden müssten sich Einsatzkräfte und Bewohner weiter teils mit bloßen Händen und bei großer Hitze durch Schutt und Trümmer vorkämpfen. Zudem mangele es vielerorts an Lebensmitteln und Wasser.
 

Türkei stellt Libyen Hilfe nach Unwetter-Katastrophe bereit

Die Türkei will Rettungskräfte in das von heftigen Unwettern heimgesuchte Libyen schicken. Es seien Flüge mit Bergungstrupps samt Rettungsbooten, Zelten und Versorgungsgütern an Bord organisiert worden, teilte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auf der Onlineplattform X mit. Besonders schwer von Sturm „Daniel“ betroffen ist die libysche Hafenstadt Derna. Auf Videobildern in sozialen Medien sind zerstörte Häuser und Autos in von Schlammmassen überschwemmten Straßen zu sehen. Der Ministerpräsident einer der rivalisierenden Regierungen in dem Bürgerkriegsland, Osama Hammad, befürchtet, dass mehr als 2000 Menschen durch die massiven Regenfälle ums Leben gekommen sind.
 

USA drohen Russland mit Sanktionen

Die USA haben Russland mit Sanktionen gedroht, falls Moskau mit Nordkorea Waffengeschäfte abwickeln sollte. Jedes Übertragen von Waffen von Nordkorea an Russland wäre eine Verletzung mehrerer Resolutionen des UN-Sicherheitsrats, sagte Außenministeriumssprecher Matthew Miller in Washington angesichts des bevorstehenden Treffens von Wladimir Putin und Kim Jong Un. Der nordkoreanische Machthaber hat sich nach offiziellen Angaben mit einem gepanzerten Zug auf den Weg nach Russland gemacht, wo er „vermutlich am Mittwoch“ mit Präsident Putin zu Gesprächen zusammenkommen wird.
 

Oberstes Gericht in Israel berät über Justizumbau

Israels Oberstes Gericht will sich von diesem Dienstag an mit dem höchst umstrittenen Justizumbau der rechts-religiösen Regierung befassen. Erstmals in der Geschichte des israelischen Staates kommen alle 15 Richter zusammen, um über Petitionen gegen eine jüngst verabschiedete Gesetzesänderung zu beraten. Die Änderung nimmt dem Obersten Gericht die Möglichkeit, gegen „unangemessene“ Entscheidungen des Kabinetts von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vorzugehen. Sie gilt als ein erster Kernteil des Justizumbaus. Kritiker stufen diesen als Gefahr für die Gewaltenteilung und damit Israels Demokratie ein. Die Beratungen könnten mehrere Wochen andauern.
 

Zehntausende Katalanen demonstrieren für Unabhängigkeit

In der nach Unabhängigkeit strebenden spanischen Region Katalonien haben Zehntausende erneut die Loslösung von der Zentralregierung in Madrid gefordert. Anlass für die Großdemonstration war der Nationalfeiertag „Diada“. Die Organisatoren sprachen von 800.000 Teilnehmern, die Polizei dagegen nur von 115.000. Angesichts der ungewissen politischen Lage in Spanien nach der Wahl von Ende Juli versprechen sich die Katalanen Rückenwind für ihr Anliegen, weil der amtierende Ministerpräsident Pedro Sanchez ohne sie keine Regierung bilden könnte. Zuvor muss jedoch Wahlsieger Alberto Núñez Feijóo von der konservativen Volkspartei versuchen, eine Koalition zustande zu bringen. Beobachter rechnen damit, dass er an dieser Aufgabe scheitern wird.
 

Erkrankter Höhlenforscher aus Morca-Höhle in der Türkei gerettet

Nach mehr als einer Woche ist der erkrankte Höhlenforscher Mark Dickey aus der Morca-Höhle in der Türkei gerettet worden. Wie der türkische Höhlenforschungsverband mitteilte, erreichten die Helfer mit dem US-Amerikaner in der Nacht zu Dienstag den Ausgang der Höhle. Der 40-jährige Dickey hatte vor neun Tagen in rund 1200 Meter Tiefe eine Magenblutung erlitten. Mehr als 190 Helfer aus sieben Ländern, darunter Ärzte, Sanitäter und Höhlenkletterer, beteiligten sich an der Rettungsaktion. Die Morca-Höhle im Taurusgebirge ist die dritttiefste der Türkei und liegt im Süden des Landes. Mark Dickey war Teil einer Expedition zur Vermessung der Höhle.