Langsam gesprochene Nachrichten

15.06.2022 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Britischer Abschiebeflieger bleibt vorerst am Boden

Großbritannien kann nicht wie geplant Asylsuchende nach Ruanda ausfliegen. Der Start eines Flugzeugs wurde am Dienstagabend vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte kurzfristig gestoppt, allerdings nicht endgültig untersagt. Zunächst müsse eine Frist von drei Wochen nach Abschluss des Rechtsweges in Großbritannien eingehalten werden. Zudem steht noch eine Prüfung aus, ob Abgeschobene Zugang zu einem fairen Asyl-Verfahren in Ruanda bekommen. Trotz des Straßburger Urteils will die britische Regierung an ihrem Plan festhalten. Man bereite den nächsten Flug vor, sagte Innenministerin Priti Patel.


Tod und Vertreibung in Nord-Mosambik

Eine neue Welle der Gewalt hat in der Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks seit Anfang Juni fast 10.000 Menschen in die Flucht getrieben. Unter den Betroffenen sind vor allem Frauen und Kinder, teilte die Hilfsorganisation Save the Children mit. Demnach sei vor allem der bislang von Angriffen verschont gebliebene Distrikt Ancuabe betroffen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP sind in der Provinz Cabo Delgado in den vergangenen Tagen mindestens sieben Menschen bei dschihadistischen Attacken getötet worden.


Selenskyj-Appell an Soldaten in Ost-Ukraine

In der verlustreichen Abwehrschlacht im Donbass hat der ukrainische Präsident seine Truppen zum Durchhalten gegen Russland aufgerufen. Dies sei lebenswichtig, sagte Wolodymyr Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Es gebe schmerzhafte Verluste, doch an der Front im Osten der Ukraine entscheide sich, welche Seite in den kommenden Wochen dominieren werde. In dem Kohle- und Stahlrevier Donbass wehren sich ukrainische Truppen seit Tagen verzweifelt gegen die Eroberung der Stadt Sjewjerodonezk durch Russland.


NATO stellt Ukraine mehr Waffen in Aussicht

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat sich dafür ausgesprochen, der Ukraine weitere schwere Waffen zur Verfügung zu stellen. Er kündigte an, dass NATO-Beamte die Unterstützung der Mitgliedsstaaten koordinieren sollen, einschließlich der Lieferung schwerer Waffen. Mit der veränderten Sicherheitslage in Europa durch den russischen Angriffskrieg beschäftigen sich an diesem Mittwoch die Verteidigungsminister der NATO-Staaten. Dabei geht es in Brüssel um die Verstärkung der Ostflanke der Militärallianz und um die geplante NATO-Erweiterung um Schweden und Finnland.


Störung legt Schweizer Airports lahm

Wegen eines technischen Problems bei der Schweizer Flugsicherung Skyguide sind Starts und Landungen am Flughafen Zürich am Mittwochmorgen bis auf weiteres gestoppt worden. Nach Angaben eines Airport-Sprechers ist die Dauer der Unterbrechung des Flugbetriebs am größten Flughafen des Landes unklar. Dem Sprecher zufolge sind auch andere Schweizer Airports von dem Problem betroffen. Der Flughafen Genf teilte mit, dass zumindest in den Morgenstunden keine Starts und Landungen möglich seien.


Deutschland verzeichnet Corona-Welle im Sommer

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist über den sprunghaften Anstieg der Corona-Infektionszahlen in Deutschland besorgt. Weil die aktuelle Virusvariante sehr leicht übertragbar sei und fast alle Vorsichtsmaßnahmen ausgelaufen seien, verpuffe in diesem Jahr der Sommereffekt in der Pandemie, sagte der Minister der Zeitung "Rheinische Post". Älteren und Vorerkrankten empfehle er daher dringend, sich nochmals impfen zu lassen, so Lauterbach. Das verhindere nicht unbedingt eine Infektion, aber es verhindere schwere Krankheitsverläufe.