Langsam gesprochene Nachrichten

17.02.2022 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

USA werfen Russland Falschaussage vor

Die US-Regierung stuft den von Moskau angekündigten Teilabzug russischer Truppen zur Entspannung des Ukraine-Konflikts als Falschinformation ein. Ein ranghoher Beamter des Weißen Hauses sagte in Washington, man gehe stattdessen von einem weiteren Ausbau der Militärpräsenz aus. In den "zurückliegenden Tagen" habe Russland rund 7000 zusätzliche Soldaten in die Nähe der ukrainischen Grenze gebracht. Nach einem Telefonat forderten Bundeskanzler Olaf Scholz und US-Präsident Joe Biden Russland auf, zur Deeskalation beizutragen.
 

Gutmann tritt Amt als US-Botschafterin in Deutschland an

Mit der Politik-Professorin Amy Gutmann übernimmt erstmals eine Frau den US-Botschafterposten in der Bundesrepublik Deutschland. Die bisherige Präsidentin der renommierten Pennsylvania University erhält an diesem Donnerstag ihr Akkreditierungsschreiben von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die Top-Position an der US-Vertretung war fast zwei Jahre unbesetzt. Grund dafür war eine Blockade der oppositionellen Republikaner im Senat. Die 72-jährige Gutmann mit deutsch-jüdischen Wurzeln gilt als Wunschkandidatin von US-Präsident Joe Biden.
 

Europa will in bemannte Raumfahrt einsteigen

Bei einem sogenannten Weltraumgipfel haben sich die für Raumfahrt zuständigen Minister der EU-Staaten und Vertreter der Europäischen Raumfahrtagentur für mehr Eigenständigkeit ausgesprochen. Anders als die übrigen Weltraumnationen habe Europa keine eigenen Raketen, mit denen Menschen ins All gebracht werden können, hieß es bei dem Treffen im französischen Toulouse. Dies soll sich in den kommenden zehn Jahren ändern. Ein Expertengremium soll die Pläne dafür ausarbeiten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rief dazu auf, Europa in der bemannten Raumfahrt nach vorne zu bringen.
 

Zahl der Toten nach Erdrutschen in Brasilien steigt weiter

Nach den verheerenden Überschwemmungen und Erdrutschen in Brasilien ist die Zahl der Toten nach Behördenangaben auf mindestens 104 gestiegen. Mehr als 20 Menschen seien gerettet worden. Besonders betroffen von dem Unwetter war die Bergregion von Rio de Janeiro. Bilder aus der Stadt Petrópolis zeigen zerstörte Häuser, überflutete Geschäfte und Autos. In Brasilien war es in jüngster Zeit mehrfach zu solchen Katastrophen gekommen. Zuletzt hatte es bereits im benachbarten Bundesstaat Minas Gerais mindestens zehn Tote durch Unwetter gegeben.
 

Inzidenz in Deutschland geht weiter zurück

In Deutschland wurden innerhalb von 24 Stunden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 235.626 positive Corona-Tests gemeldet. Das sind rund 12.000 Fälle weniger als vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 1385,1 von 1401,0 am Vortag. 261 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 120.728. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 13 Millionen Corona-Tests positiv aus.
 

Goldener Bär der 72. Berlinale geht an "Alcarràs"

Der Goldene Bär für den besten Film der 72. Berlinale geht an den spanisch-italienischen Spielfilm "Alcarràs" von Carla Simon. Der Film erzählt von einer Familie, die ihren Sommer auf ihrer Pfirsichplantage in einem Dorf in Katalonien verbringt, der aber die Zwangsräumung droht. Jury-Präsident M. Night Shyamalan würdigte bei der festlichen Gala der Preisverleihung unter anderem die herausragenden Darstellerinnen und Darsteller. Wegen der Corona-Pandemie lief der Hauptwettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin in diesem Jahr auf weniger Tage verteilt als üblich.