Langsam gesprochene Nachrichten

22.02.2025 – Langsam Gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der DW von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

USA kündigen UN-Resolution zum Ukrainekrieg an

Die USA wollen eine UN-Resolution einbringen, in der Russland nicht als Aggressor im Ukraine-Krieg genannt wird. Diese Resolution gilt als Gegenentwurf zu einem von der Europäischen Union und der Ukraine entworfenen Text. Darin wird der unverzügliche Abzug der russischen Truppen aus der Ukraine gefordert. Der UN-Resolutionsentwurf der USA mahnt ein rasches Ende des Konflikts in der Ukraine an und bedauert den Verlust von Menschenleben in dem Krieg. Beide Papiere sollen am kommenden Montag in der UN-Generalversammlung zur Abstimmung kommen, dem dritten Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine.
 

Hamas übergibt sterbliche Überreste von Schiri Bibas an Israel

Nach der Übergabe einer weiteren Leiche aus dem Gazastreifen durch die palästinensische Terrororganisation Hamas hat der Kibbuz Nir Oz den Tod seiner Bewohnerin Schiri Bibas in Hamas-Geiselhaft bestätigt. Dies berichtet das israelische Armeeradio. Die Hamas hatte am Donnerstag vier Leichen an Israel übergeben. Die Identität des 83-jährigen Oded Lifshitz sowie die der beiden Kleinkinder Kfir und Ariel Bibas wurden nach forensischen Untersuchungen bestätigt. Die vierte Leiche war demnach nicht die ihrer Mutter Schiri Bibas. Die islamistische Hamas im Gazastreifen will an diesem Samstag sechs weitere israelische Geiseln im Austausch gegen Hunderte palästinensische Häftlinge freilassen.
 

Ermittler sollen Anschlag in Berlin vereitelt haben

Wegen möglicher Anschlagspläne in Deutschlands Hauptstadt Berlin ist im benachbarten Bundesland Brandenburg Haftbefehl gegen einen 18-Jährigen erlassen worden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA handelt es sich um einen Tschetschenen, der in Potsdam lebt. Der Zugriff sei am Hauptstadtflughafen BER erfolgt, heißt es in Medienberichten. Nach Angaben der Behörden soll der Tatverdächtige einen politisch motivierten Anschlag auf die israelische Botschaft in Berlin geplant haben. Die Sicherheitsbehörden gingen von einem islamistischen Hintergrund aus. Die Generalstaatsanwaltschaft in Brandenburg ermittelt nun wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.
 

Millionen Wähler in Deutschland noch unentschlossen

Im Endspurt vor der Bundestagswahl ringen Wahlkämpfer in ganz Deutschland um möglicherweise entscheidende Stimmen. Etwa jeder fünfte Wahlberechtigte wusste zuletzt noch nicht, ob und wo er am Sonntag sein Kreuz setzen wird. Stärkste politische Kraft im neuen Bundestag dürften die konservativen Unionsparteien CDU und CSU mit ihrem Kanzlerkandidaten Friedrich Merz werden. Der 69-Jährige könnte dann Bundeskanzler Olaf Scholz ablösen, dessen Sozialdemokraten in jüngsten Umfragen lediglich Platz drei hinter der in Teilen als rechtsextrem eingestuften AfD belegten. Mit ihr haben alle anderen relevanten Parteien eine Zusammenarbeit ausgeschlossen. Die Wahllokale in Deutschland sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr Ortszeit geöffnet.
 

Warnstreik an deutschen Flughäfen geplant

Die Gewerkschaft Verdi setzt ihren Arbeitskampf in Deutschlands öffentlichem Dienst fort. Sie hat zu Arbeitsniederlegungen an den westdeutschen Flughäfen Köln und Düsseldorf aufgerufen. Sie sollen in Köln am späten Sonntagabend, in Düsseldorf am Montagmorgen beginnen. Dabei streiken für 24 Stunden unter anderem Mitarbeiter, die Koffer transportieren, an Check-in-Schaltern arbeiten oder Flugzeuge mit Frischwasser versorgen. Die Sicherheitskontrollen sind nicht betroffen. Hintergrund ist der Tarifkonflikt für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen. Am Dienstag war die zweite Verhandlungsrunde in Potsdam ergebnislos zu Ende gegangen.
 

Jubiläums-Berlinale nähert sich ihrem Ende

Die 75. Internationalen Filmfestspiele Berlin steuern auf ihren Höhepunkt zu. Am Samstagabend wird verkündet, wer in diesem Jahr den begehrten Goldenen Bären erhält. Mit dieser Auszeichnung wird der beste Film im Berlinale-Wettbewerb geehrt. Vergeben werden auch mehrere Silberne Bären, etwa für die beste Regie und die beste Schauspielleistung. Unter den Wettbewerbsfilmen hatten 17 der insgesamt 19 Produktionen ihre Weltpremiere in der deutschen Hauptstadt gefeiert. Den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk durfte bereits bei der Eröffnungsgala die schottische Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton entgegennehmen.