Langsam gesprochene Nachrichten

23.05.2022 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Mehr Menschen denn je auf der Flucht

Auf der Welt sind mehr als 100 Millionen Menschen auf der Flucht vor Konflikten, Gewalt, Menschenrechtsverletzungen und Verfolgung. UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi nannte die Marke "ernüchternd und alarmierend gleichermaßen". Es sei "ein Rekord, der niemals hätte erreicht werden dürfen". Bis Ende 2021 hatte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR 90 Millionen weltweit vertriebene Menschen gezählt. Seitdem drängte der russische Angriff in diesem Jahr darüber hinaus acht Millionen Menschen innerhalb der Ukraine in die Flucht; sechs Millionen weitere verließen nach offiziellen Angaben das Land.
 

In Davos beginnt das Weltwirtschaftsforum

Nach längerer Zwangspause wegen der Virus-Krise kommt die Elite aus Politik und Finanzwelt wieder beim Weltwirtschaftsforum (WEF) im Schweizerischen Davos zusammen. Das traditionelle Jahrestreffen steht unter dem Motto: "Geschichte an einem Wendepunkt". Ein Thema sind die gleichzeitigen weltweiten Krisen, die Millionen von Menschen in extreme Armut führen, während die Reichsten der Welt noch reicher werden. Die Organisation Oxfam fordert in Davos deshalb höhere Steuern für Konzerne und Superreiche, um Krisenfolgen abzufedern und soziale Sicherungssysteme zu stärken.
 

UN-Menschenrechtskommissarin Bachelet in China

Erstmals seit 17 Jahren ist mit Michelle Bachelet wieder eine UN-Menschenrechtskommissarin zu Besuch in China. Die hohe UN-Vertreterin begann am Montag ihre Visite, die sie auch nach Xinjiang bringen soll. In der nordwestchinesischen Region befinden sich nach Angaben von Menschenrechtsgruppen Hunderttausende muslimische Uiguren und Angehörige anderer Minderheiten in sogenannten Umerziehungslagern. Die US-Regierung zeigte sich "tief besorgt", dass China den Zugang der Menschenrechtskommissarin beschneiden könnte. Bachelet müsse Gelegenheit für eine unabhängige Einschätzung der Lage erhalten.
 

Biden bekräftigt Willen zu Zusammenarbeit mit Japan

US-Präsident Joe Biden hat den japanischen Regierungschef Fumio Kishida nach Gesprächen in Tokio für dessen Kooperation bei den Sanktionen gegen Russland gelobt. Japan sei eine "wichtige globale Führungsmacht" und die USA blieben "Japans Verteidigung uneingeschränkt verpflichtet", bekräftigte Biden nach dem Treffen am Montag. Kishida zeigte sich erfreut, dass Biden trotz des Kriegs in der Ukraine sein "Engagement in der indopazifischen Region weiter verstärken" wolle.
 

USA fliegen Babymilch über Ramstein ein

US-Präsident Joe Biden hat dringend benötigte Säuglingsnahrung mit einem Militärflugzeug in die USA fliegen lassen. Ein erster Transport vom US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz ist mit knapp 32 Tonnen Milchpulver in Indianapolis eingetroffen. Diese Lieferung decke etwa 15 Prozent des unmittelbaren Bedarfs, sagte der Wirtschaftsberater des Präsidenten, Brian Deese, dem Sender CNN. Ein weiterer Transport soll nach Pennsylvania führen. Hauptursache für den Engpass ist die Schließung einer Milchpulverfabrik in Michigan. Die Babymilchkrise wurde zu einem ernsten Problem für die Regierung von Präsident Biden.
 

Formel-1-Pilot Verstappen siegt in Barcelona

Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat den Großen Preis von Spanien gewonnen und führt erstmals in dieser Saison die Fahrerwertung an. Bei seinem dritten Sieg in Folge profitierte der Niederländer vom Aus seines großen Rivalen Charles Leclerc, der seinen Ferrari in Führung liegend wegen eines Motorschadens abstellen musste. Rang zwei auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya ging an Verstappen-Teamkollege Sergio Perez aus Mexiko, Dritter wurde der britische Mercedes-Pilot George Russell. Ex-Weltmeister Sebastian Vettel kam im Aston Martin auf Rang elf ins Ziel, Haas-Pilot Mick Schumacher verpasste auch in seinem 27. Formel-1-Rennen die Punkteränge.