Langsam gesprochene Nachrichten

30.11.2023 – Langsam Gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Feuerpause im Gazastreifen verlängert

Die Waffenruhe zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas im Gazastreifen wird um einen siebten Tag verlängert. Das teilte das Golfemirat Katar mit, das in dem Krieg ebenso wie Ägypten und die USA vermittelt. Das israelische Militär und die islamistische Hamas bestätigten die Angaben kurz vor Ablauf der Frist der Feuerpause. Es wird darauf gehofft, dass weitere Geiseln an diesem Donnerstag freikommen. Am Mittwochabend hatte die militante Gruppe 16 Geiseln freigelassen, darunter auch drei Israelis mit deutschem Pass. Im Gegenzug wurden 30 weitere palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen entlassen.
 

Faeser warnt vor islamistisch motivierten Anschlägen in Deutschland

Nach dem Verfassungsschutz warnt auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser angesichts des Terrorangriffs der islamistischen Hamas auf Israel vor Anschlägen in Deutschland. Islamistische Terrororganisationen, aber auch islamistische Einzeltäter seien eine jederzeit bestehende, erhebliche Gefahr, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Hamas-Israel-Krieg habe unmittelbare Auswirkungen auf die Sicherheitslage. In Nordrhein-Westfalen und in Brandenburg wurden jüngst zwei Jugendliche festgenommen, die laut Polizei einen Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt oder eine Synagoge geplant haben sollen.
 

UN-Klimakonferenz in Dubai startet

In Dubai beginnt die Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen (COP28). Zwei Wochen lang beraten rund 200 Staaten in dem Golfemirat über die Eindämmung der Klimakrise. Erwartet werden rund 70.000 Teilnehmer. Damit ist das Treffen die größte Klimakonferenz, die es je gab. Hauptstreitpunkt ist, ob am Ende einstimmig ein Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas vereinbart werden kann. UN-Generalsekretär António Guterres mahnte vor seinem Abflug nach Dubai, die Weltgemeinschaft müsse sich zu einem Ausstieg aus fossilen Brennstoffen verpflichten. Er warnte vor einer – so wörtlich – „totalen Katastrophe“, wenn die Menschheit ihren derzeitigen Kurs beibehalte.

Eklat vor Beginn des OSZE-Außenministertreffens

Das jährliche Außenministertreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) findet ohne die Spitzendiplomaten aus der Ukraine und den baltischen Staaten statt. Aus Protest gegen die Teilnahme ihres russischen Kollegen Sergej Lawrow sagten sie ihre Anwesenheit an der an diesem Donnerstag beginnenden zweitägigen Konferenz im nordmazedonischen Skopje kurzfristig ab. Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock und ihr US-Kollege Antony Blinken reisen dagegen an. Die OSZE gilt als eines der wenigen Dialogforen der Sicherheits- und Demokratiepolitik, in denen westliche Vertreter mit Russland an einem Tisch sitzen.
 

Ex-US-Außenminister Kissinger gestorben

Im Alter von 100 Jahren ist der frühere amerikanische Außenminister Henry Kissinger in seinem Haus im US-Bundesstaat Connecticut verstorben. Das teilte seine Beratungsfirma Kissinger Associates mit. Der in Deutschland geborene Friedensnobelpreisträger prägte die Außenpolitik der USA in den 1970er Jahren unter den damaligen Präsidenten Richard Nixon und Gerald Ford entscheidend mit. Der Sohn einer jüdischen Lehrerfamilie war umstritten. Seine Kritiker sahen in Kissinger einen skrupellosen Machtpolitiker, der US-Interessen mit harter Hand durchsetzte. Bis zuletzt war er öffentlich aktiv. So flog er im Juli nach China, um Präsident Xi Jinping zu treffen.
 

Alternative Nobelpreise in Stockholm überreicht

Die Organisation SOS Méditerranée hat für ihre Rettungseinsätze im Mittelmeer den sogenannten Alternativen Nobelpreis erhalten. Ausgezeichnet wurden am Mittwochabend in Stockholm auch Umweltschützer aus Kambodscha und Kenia sowie eine ghanaische Frauenrechtlerin und Abtreibungsmedizinerin. Die Seenotretter bekommen den Preis nach Angaben der Stiftung, weil sie Leben retten und Regierungen sowie Öffentlichkeit immer wieder an die große Not der Menschen auf dem Mittelmeer erinnern. Trotz politischer und rechtlicher Hindernisse verfolge SOS Méditerranée mit seinem Schiff „Ocean Viking“ konsequent seine Einsätze.