Landeskunde

Alt sein in Deutschland

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„Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an, mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran“, heißt es in einem deutschen Schlager. Da ist etwas dran: Im Alter von 65 bis 67 Jahren endet für die meisten Deutschen das Arbeitsleben, und viele (aber längst nicht alle) Menschen genießen dank finanzieller Absicherung durch das Rentensystem und guter gesundheitlicher Versorgung ihr Rentnerdasein.

Die Lebenserwartung in Deutschland liegt im Durchschnitt bei etwas mehr als 80 Jahren. Im hohen Alter kommen viele Menschen im Alltag nicht mehr allein zurecht und brauchen Hilfe. Nicht immer leben Verwandte in der Nähe, die diese Hilfe selbst leisten wollen oder können. Dann gibt es verschiedene Betreuungsangebote: „Betreutes Wohnen“ zum Beispiel bedeutet, dass man in einer eigenen barrierefreien Wohnung selbstständig lebt, aber bestimmte Hilfsangebote in Anspruch nehmen kann. Im „Seniorenheim“ leben ältere Menschen im eigenen Zimmer, werden aber rundum versorgt. Diejenigen, die permanent auf medizinische Hilfe angewiesen sind, werden oft in „Pflegeheimen“ betreut.

Angesichts der wachsenden Zahl älterer Menschen sieht sich der Pflegebereich in Deutschland großen Herausforderungen gegenüber. Hier werden schon jetzt viele Arbeitskräfte gesucht.

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