Manuskript

Im Eimer sein

So richtig gemütlich ist es in einem Eimer nicht. Wenn man aber nicht aufpasst, kann man ganz schnell dort landen. Doch wie kann man es vermeiden, im Eimer zu enden?

Was für eine Woche! Am Montag kam die neue Sommerkollektion. Bis Mitternacht hat Ellen Kartons ausgeräumt. Am Dienstag war ihr Laden proppenvoll, weil alle sich die neuen Kleidungsstücke angucken wollten. Am Mittwoch wollte ihr Auto nicht anspringen und Ellen hat ewig gebraucht, um zur Arbeit zu kommen. Donnerstags besucht sie einen Tangokurs – das ist ein Pflichttermin für sie. Am Freitag musste Ellen nach Ladenschluss noch die Hochzeitstorte ihrer Schwester abholen. Die Hochzeitsfeier am Samstag war dann wunderschön, aber irgendwie auch anstrengend! Und Ellen hatte versprochen, die Verwandten, die aus Norddeutschland extra für die Hochzeit angereist waren, am Sonntag zurück zum Bahnhof zu begleiten. Als am Sonntagabend ihre Mutter anruft, sagt Ellen: „Mutti, mein Auto ist im Eimer und ich bin es auch. Ich habe die ganze Woche nur Stress gehabt und bin jetzt total kaputt.“ Dabei liegt sie auf dem Sofa und kuschelt sich an ihr Kissen. Erholung ist das Einzige, was sie jetzt braucht. Dann kommt Ellen vielleicht aus dem „Eimer“ wieder raus. Denn am Montag geht der Alltagswahnsinn wieder los.

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