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Palmöl: Schädlich für Umwelt und Gesundheit

Dass Palmöl umweltschädlich und ungesund ist, ist seit Längerem bekannt. Neue Ergebnisse aus der Krebsforschung zeigen nun: Es fördert die Entstehung von Metastasen. Trotzdem ist das Öl in vielen Lebensmitteln zu finden.

Es ist in Schokolade, Margarine, Babynahrung, Fertiggerichten und Kosmetika: Palmöl ist billiger als andere Pflanzenöle und wird in der Industrie gern verwendet. Doch die Folgen für die Umwelt sind katastrophal: Für die Produktion werden Regenwälder zerstört, teilweise durch Brandrodungen. Feuchtgebiete werden trockengelegt. Tierarten verschwinden, die Bodenqualität wird schlechter, Luft und Wasser werden verschmutzt.

Das hat auch Folgen für die Menschen vor Ort. Fischer in Indonesien fangen kaum mehr Fische in den Flüssen. In Guatemala berichten Menschen von Hautkrankheiten oder Kopfschmerzen in Zusammenhang mit der Palmölproduktion. Doch auch der Konsum von Palmöl steht schon länger im Verdacht, zu Diabetes, Gefäßerkrankungen und Krebs zu führen. Das liegt zum einen an den ungesunden gesättigten Fettsäuren. Zum anderen entstehen krebserregende Stoffe, wenn das Öl zu heiß gemacht wird.

Jetzt konnten Forschende vom Institute for Research in Biomedicine (IRB) in Barcelona bei Mäusen nachweisen: Der Konsum von Palmöl erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich bei einer Krebserkrankung Metastasen bilden. Sie sind wahrscheinlich für bis zu 90 Prozent aller Todesfälle in Zusammenhang mit Krebs verantwortlich. Denn wenn sich Metastasen gebildet haben, gilt eine Krebserkrankung als nicht mehr heilbar.

Wer in Zukunft also auf Palmöl verzichten möchte, sollte beim Einkaufen zuerst einen Blick auf die Zutatenliste werfen: Seit einigen Jahren muss Palmöl auf Lebensmitteln nämlich gekennzeichnet werden. Für viele Produkte lassen sich so Alternativen finden. Bei Kosmetika und Reinigungsmitteln gilt die die Kennzeichnungspflicht allerdings nicht.


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