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Manuskript

Wenn die Holocaust-Zeitzeugen sterben

Es ist ein Rennen gegen die Zeit. Bald wird es keine Holocaust-Überlebenden mehr geben, die ihre Geschichte erzählen können. Doch  ihre Erinnerungen sollen nicht verloren gehen. 

59 Jahre kein Wort über Auschwitz. Dann entscheidet Éva Fahidi, doch noch über ihre Zeit im KZ zu sprechen. Seitdem kann sie nicht aufhören: Sie spricht in Schulen, bei Veranstaltungen, vor Politikern. Sie will dafür sorgen, dass diese Hölle auf Erden nie vergessen wird. Éva Fahidi, 93 Jahre alt, ist eine der letzten Überlebenden des Holocausts.

Die Zeit rennt, sagt Leszek Szuster, Direktor der „Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim“: „In den 33 Jahren unseres Bestehens standen wir mit 50 Auschwitz-Überlebenden in engem Kontakt.“ Jetzt kommen nur noch vier bis fünf, um über ihre Erlebnisse zu sprechen. Viele sind verstorben.

Mit den wenigen Überlebenden spricht Szuster regelmäßig, um möglichst viel von ihren Geschichten weitergeben zu können. Trotzdem: „An den Bericht eines Zeitzeugen kommen wir nie heran“, sagt er. Deswegen werden die Treffen von Überlebenden mit jungen Menschen gefilmt. Szuster will die Jugendlichen über den Holocaust informieren, um vor den Gefahren von heute zu warnen – Antisemitismus, Populismus, Hass gegen Flüchtlinge.

Auch andere denken an die Zeit danach. In Jerusalem nutzt ein Holocaust-Museum soziale Medien: Informationen über viereinhalb der insgesamt sechs Millionen Opfer des Holocausts kann man online finden. In New York zeigt das Jewish Heritage Museum zwei Holocaust-Überlebende als Avatare, die den Museumsbesuchern auf Fragen zu ihrer Vergangenheit antworten. Auch Éva Fahidi findet, dass die Erinnerung an den Holocaust wach bleiben muss und fordert: „Das darf nicht noch einmal und kann auch nicht noch einmal passieren.“

Der Text handelt unter anderem davon, …

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