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Manuskript

Meerwasser gegen Wassermangel?

In vielen Regionen der Welt fehlt das Trinkwasser. Dort versucht man, den Wasserbedarf zu decken, indem man Meerwasser künstlich entsalzt. Doch diese Methode sorgt für Umweltprobleme.


Zwei Milliarden Menschen auf der Welt haben laut einem UN-Bericht keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser. Der Bericht macht deutlich, dass der Wassermangel zunehmen wird – und zwar nicht nur dort, wo bereits jetzt Wasser fehlt, sondern auch in wasserreichen Regionen. Dies liegt unter anderem daran, dass die Weltbevölkerung wächst und der Wasserverbrauch steigt. Der Klimawandel, der zu einem Anstieg der Temperaturen führt, verschärft die Situation weiter.

Eine jahrhundertealte Methode, um Trinkwasser zu gewinnen, ist das Entsalzen von Meerwasser. Heute wird dabei das Salz in speziellen Anlagen entweder durch eine Membran oder durch Verdampfung vom Wasser getrennt. Entsalzungsanlagen gibt es in mehr als 170 Ländern – über 20.000 sind es insgesamt. Etwa die Hälfte des so gewonnenen Trinkwassers wird in Nordafrika und im Nahen Osten hergestellt.

Doch diese Technik liefert den Menschen nicht nur Trinkwasser, sondern sorgt auch für neue Umweltprobleme. Denn Entsalzungsanlagen verbrauchen sehr viel Energie. Auf Zypern zum Beispiel verursachen sie fünf Prozent des Stromverbrauchs und zwei Prozent der Treibhausgasemissionen. Außerdem entsteht bei der Entsalzung unter anderem giftige Sole, ein besonders salziger Meerwasserrest. Diese Sole wird oft ins Meer geleitet und schadet dort dem Ökosystem.

Frithjof C. Kuepper von der University of Aberdeen untersucht die Umwelteinflüsse durch Entsalzungsanlagen auf Zypern. Er sieht zwar keine Alternative zur Entsalzung, fordert aber, „dafür zu sorgen, dass sie dann auch nachhaltig ist“. Um das zu erreichen, kann man die Anlagen zum Beispiel mit Wind- und Sonnenenergie betreiben. Die Technik dafür gibt es bereits – zu bezahlbaren Preisen. Forscher raten außerdem dazu, die giftige Sole an Land zu lassen. Denn sie enthält oft Stoffe wie Magnesium oder Lithium, die in der Industrie verwendet werden können.

In dem Text geht es unter anderem um …

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