Fußball-Profis von morgen: BVB-Akademie in Ghana
Die BVB International Academy unterstützt junge Fußballtalente in Ghana. Sie bietet Kindern und Jugendlichen die Chance, als Profis zu trainieren, im Team zu arbeiten und Fähigkeiten fürs Leben zu lernen. Eltern, Trainer und Spieler berichten, warum Fußball hier sehr viel mehr bedeutet als nur ein Spiel.
SPRECHERIN:
Das sind einige von Ghanas angehenden Fußballprofis – am Anfang ihrer Reise auf dem Spielfeld der BVB International Academy in Ghanas Hauptstadt Accra.
Es ist die erste globale Netzwerkakademie dieser Art des deutschen Fußballvereins Borussia Dortmund (BVB) in Afrika. Der deutsche Fußballgigant hat sich mit dem lokalen Trainingszentrum Shooting Stars zusammengetan.
Das Ziel ist es, junge Talente zu fördern und Kinder zu unterstützen, die sich eine Zukunft im Fußball aufbauen möchten.
TEDDY HIADZI (DIREKTOR, BVB INTERNATIONAL ACADEMY GHANA):
Einige Spieler wollen Lebenskompetenzen wie Disziplin, Teamwork und Organisation lernen. Sie möchten aber auch ihre fußballerischen Fähigkeiten verbessern und Spaß haben. Die Elite-Spieler zwischen 16 und 18 Jahren sind ambitionierte, junge Menschen, die professionelle Fußballer werden wollen. Sie trainieren mit uns und spielen schließlich im Ausland Fußball.
SPRECHERIN:
Viele Eltern sind beeindruckt vom Fokus der Akademie: auf Fußballtraining und das Erlernen von Lebenskompetenzen.
SHMUEL BREW BUTLER (VATER EINES FUSSBALLSPIELERS):
Beim Dortmunder CSR-Programm (Corporate Social Responsibility-Programm) spielt man mit Kindern, die weniger privilegiert sind. Man kommt als Team zusammen, um Fußball zu spielen. Das zeigt: Man lernt, mit anderen Menschen umzugehen, niemanden aufgrund seines Hintergrunds zu beurteilen und ein gemeinsames Ziel sowie ein gemeinsames Teamgefühl zu entwickeln.
NATALIE ARGYLE (MUTTER EINES JUNGEN FUSSBALLSPIELERS):
Ich möchte nicht nur, dass er ein fantastischer Fußballspieler wird. Ich möchte, dass er ein fantastischer Mann wird in seinem Umfeld. Und ich denke, es gibt viele Dinge, die ein Spieler auf dem Fußballplatz lernen kann, die sich auf das Leben allgemein übertragen. Und genau das wünsche ich mir für ihn. Ich möchte, dass er zu einem Anführer heranwächst und ein Freund, eine Unterstützung ist: klug, motiviert und zielstrebig.
SPRECHERIN:
Dies ist nicht Dortmunds erstes Engagement im ghanaischen Jugendfußball. Über die Jahre hat der Verein immer wieder Trainerteams ins Land geschickt, um Wissen zu teilen und junge Spieler zu inspirieren.
MICHAEL RÜTTEN (SPORTLICHER LEITER, BVB EVONIK FUSSBALLAKADEMIE):
Es geht immer darum, den Spieler als ganzen Menschen zu sehen, um die Entwicklung eines guten Charakters zu unterstützen. Man muss verstehen, dass Fußball mehr ist als nur den Ball herumzukicken. Es geht um Disziplin. Es sind die kleinen Dinge – wie das Aufräumen des Platzes nach dem Training. Diese Dinge formen den Charakter, und genau dafür sind wir hier.
SPRECHERIN:
Und die Kinder verinnerlichen bereits die zentralen Werte wie Disziplin, Teamarbeit und Engagement.
EMMANUEL MIREKU AHIMAH (SPIELT BEI DER BVB INTERNATIONAL ACADEMY):
Und ich finde, hier zu spielen, macht Spaß. Ich ermutige andere, ebenfalls beizutreten, weil mir die Trainingseinheiten gefallen. Uns wird beigebracht, wie man richtig kommuniziert, Teamwork aufbaut und einander auf dem Spielfeld versteht.
NELIKEM AFENYO SUCHMANN (SPIELT BEI DER BVB INTERNATIONAL ACADEMY):
Die Trainer sind sehr professionell, und meine Erfahrung ist großartig. Ich sehe, dass hier verschiedene Nationalitäten vertreten sind. Wenn ich in der Lage bin, mit ihnen zu kooperieren, kann ich gut auch mit ihnen zusammenspielen.
SPRECHERIN:
Deutschland unterstützt die Jugend Ghanas seit Langem – durch technische Ausbildung und Sportentwicklung.
FREDERIK LANDSHÖFT (DEUTSCHER BOTSCHAFTER IN GHANA):
Es ist ein großartiger Tag – sowohl für den Fußball allgemein als auch für den ghanaischen Fußball. Wir sehen so viele junge Talente, ambitionierte Spieler in Ghana. Und wir haben bereits viele berühmte ghanaische Spieler in Deutschland spielen sehen. Die Verbindungen sind schon da und sehr stark. Aber es ist höchste Zeit, etwas Strukturelleres aufzubauen, um jungen Spielern zu helfen, sich zu professionalisieren und ihren Weg in den Profifußball zu finden.