Landeskunde

Die Geburt der Demokratie in Deutschland

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In der Stadt Weimar wurde an einer Verfassung gearbeitet. null DW

Ob Harry und Anna in Thüringen den Weg aus der Zeitschleife finden? Zumindest wurde in dieser Region schon öfter der Lauf der Welt beeinflusst, so zum Beispiel in Weimar. Das kleine Städtchen beherbergte nicht nur berühmte Dichter wie Goethe und Schiller, es wurde auch zum Ausgangspunkt der ersten Demokratie Deutschlands, der sogenannten Weimarer Republik (1918-1933).

Herbst 1918: Das Ende des ersten Weltkrieges, Rüstungsarbeiter streiken, dann sogar  die Soldaten. Die heftigen sozialen Unruhen gipfeln in der Novemberrevolution: In Berlin wird die Abdankung des deutschen Kaisers bekannt gegeben. Kurze Zeit später ruft der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann von einem Balkon des Reichstagsgebäudes die Republik aus. Zuerst bildet der Politiker Friedrich Ebert in dem von Hunger und Chaos erschütterten Land eine Übergangsregierung.

Anfang 1919 folgen dann die Wahlen zur Nationalversammlung, und zum ersten Mal dürfen jetzt in Deutschland auch die Frauen wählen. Die Wahlbeteiligung liegt bei 83 Prozent (heutzutage fällt die Beteiligung eher geringer aus). Aber aufgrund blutiger Unruhen will die gewählte Nationalversammlung Berlin vorerst verlassen: Weimar ist ihr Ziel, im dortigen Nationaltheater entsteht die erste demokratische Verfassung Deutschlands, die sogenannte Weimarer Verfassung.