Das Präteritum ist eine grammatische Zeit, mit der Vergangenes ausgedrückt wird. Es wird in der gesprochenen Sprache seltener verwendet und kommt meist in der geschriebenen Sprache vor, zum Beispiel in Zeitungsartikeln und Literatur.
Beispiele:
Professor Zweistein lebte und studierte in Heidelberg.
Das Studium beendete er mit den besten Noten.
Schon als Kind las Zweistein alle Bücher über schwarze Löcher.
Er schrieb seine Doktorarbeit über das Experiment.
Das Präteritum der regelmäßigen Verben
Das Präteritum der regelmäßigen Verben wird mit der Endung -te und der jeweiligen Personalendung gebildet. Verben, deren Verbstamm auf -d oder -t endet, bilden das Präteritum zur besseren Aussprache mit der Endung -ete.
Verbstamm + -(e)te + Personalendung
| leben | beenden | |||
| ich | leb-te | beend-ete | ||
| du | leb-te-st | beend-ete-st | ||
| er/sie/es | leb-te | beend-ete | ||
| wir | leb-te-n | beend-ete-n | ||
| ihr | leb-te-t | beend-ete-t | ||
| sie | leb-te-n | beend-ete-n |
Das Präteritum der unregelmäßigen Verben
Die unregelmäßigen Verben haben eine eigene Stammform für das Präteritum, bei der sich der Stammvokal und in seltenen Fällen auch ein oder mehrere Konsonanten verändern. Sie werden ohne die Endung -(e)te, aber mit den Endungen für die Personalform konjugiert.
Die Präteritumsformen von "sein" und "haben" kennst du bereits.
| schreiben | lesen | |||
| ich | schrieb | las | ||
| du | schrieb-st | las-est | ||
| er/sie/es | schrieb | las | ||
| wir | schrieb-en | las-en | ||
| ihr | schrieb-t | las-t | ||
| sie | schrieb-en | las-en |
Einige wenige Verben werden gemischt flektiert: Sie bilden das Präteritum mit einem eigenen Stamm und der Endung -(e)te:
| wissen | bringen | |||
| ich | wuss-te | brach-te | ||
| du | wuss-te-st | brach-te-st | ||
| er/sie/es | wuss-te | brach-te | ||
| wir | wuss-te-n | brach-te-n | ||
| ihr | wuss-te-t | brach-te-t | ||
| sie | wuss-te-n | brach-te-n |
Beachte, dass die 1. und 3. Person Singular im Präteritum keine Personalendung hat.