Grammatik

Verneinung mit „kein“ und „nicht“

Mit „kein“ verneint man Substantive, die in einem nicht-verneinten Satz mit einem unbestimmten Artikel stehen.

Beispiel:
Harry hat ein Taschentuch. – Harry hat kein Taschentuch.

Die Endungen von „kein“ sind im Singular identisch mit „ein“.

Maskulinum       ein Sohn       kein Sohn
Femininum   eine Tochter   keine Tochter
Neutrum   ein Kind   kein Kind

Die Verneinung eines Substantivs, das ohne Artikel steht, lautet in der Regel ebenfalls „kein“.

Beispiel:
Harry spricht Deutsch. – Harry spricht kein Deutsch.
Harry hat Kinder. – Harry hat keine Kinder.

 

Mehr:

„kein“ verändert seine Form wie der unbestimmte Artikel je nach Kasus und Genus.

Kasus Maskulinum          Femininum  
Nominativ ein   kein   eine keine
Akkusativ einen   keinen   eine keine
Dativ einem   keinem   einer keiner
Genitiv eines   keines   einer keiner
             
Kasus Neutrum       Plural  
Nominativ ein   kein     / keine
Akkusativ ein   kein     / keine
Dativ einem   keinem     / keinen
Genitiv eines   keines     / keiner

 

Mit „nicht“ kann man entweder den ganzen Satz oder nur ein Wort bzw. eine Wortgruppe (z. B. Substantiv oder Adjektiv) verneinen. „nicht“ ist unveränderbar. Wird mit „nicht“ ein Wort oder eine Wortgruppe verneint, dann steht „nicht“ direkt davor. Bei der Verneinung eines ganzen Satzes steht „nicht“ gegen Ende dieses Satzes.

Adjektiv:    Das
Das
  ist
ist
 
nicht
normal.
normal.
Substantiv:   Das ist
Das ist
      nicht der Bahnhof.
der Bahnhof.
ganzer Satz:   Er versteht
Er versteht
      Sie.
Sie
    
nicht.