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Was macht ein Batteriegroßspeicher?

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Manuskript

Batteriespeicher für die Energiewende

Im Schleswig-Holstein startet einer der größten Batteriespeicher Deutschlands. Er speichert Wind- und Solarenergie und könnte 170.00 Haushalten für zwei Stunden Strom liefern. Weitere Großspeicher sind schon geplant. Für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien sind sie notwendig, denn sie können die Zeiten ausgleichen, in denen keine Sonne scheint und kein Wind weht. Kritiker befürchten jedoch, dass sogar zu viele neue und teure Großspeicher-Projekte gebaut werden könnten. Außerdem befürchten manche eine Abhängigkeit von China bei der Batterieproduktion.
 

SPRECHER:
Er sieht aus wie ein ganz einfacher mittelgroßer Baucontainer. Doch hier im schleswig-holsteinischen Bollingstedt im Norden Deutschlands stehen gleich 64 davon neben- und hintereinander. Sie sind der Hauptteil eines der größten Batteriegroßspeicher in Deutschland, der gerade in Betrieb gegangen ist. Seine Gesamtleistung: 103,5 Megawatt. Damit könnte er umgerechnet 170.000 Haushalte für 2 Stunden mit Strom versorgen. Der Batteriespeicher fängt die immer weiter steigenden Mengen an Wind- und Solarstrom ein, wenn sie gerade nicht verbraucht werden. Und gibt sie wieder ab, wenn Wind und Sonne weniger Energie liefern.

JOHANNA JUNGBAUER (Mitgründerin ECO STOR):
Die Speicher profitieren von der Volatilität im Netz. Und dadurch, dass sie die Extreme ausgleichen, schaffen sie die Grundlage dafür, dass noch mehr Erneuerbare integriert werden können.

SPRECHER:
Das erst 2021 gegründete deutsch-norwegische Unternehmen ECO STOR entwickelt und errichtet Speicherprojekte deutschlandweit. Es hat seit 2022 bereits mehrere kleine Anlagen in Betrieb und plant weitere mit einem Volumen von mehr als zwei Gigawatt Speicherkapazität. Nur sechs Kilometer entfernt beispielsweise entsteht bereits der nächste Batteriegroßspeicher mit der gleichen Leistung wie in Bollingstedt. Aber auch andere Unternehmen haben das Potenzial erkannt. Sie wollen angesichts der schwankenden Strompreise durch erneuerbare Energien ein Geschäftsmodell aus dem Speichern und Weiterverkaufen von Strom entwickeln.

Insgesamt laufen derzeit Anträge für Anlagen mit einer Gesamtleistung von 161 Gigawatt. Damit liegt Deutschland Prognosen zufolge in Europa hinter Italien und Großbritannien auf Platz drei.  Die neuen Batteriegroßspeicher sollen Deutschland jetzt international wettbewerbsfähiger machen.

THORSTEN ROOS (Fachbereichsleiter Regionalentwicklung, Kreis Schleswig-Flensburg):
Wir stehen in einem Wettbewerb, unsere Strompreise sind sehr hoch. Das ist ein echtes Hemmnis für Investitionen. Und Stromspeicher sind geeignet, Strommengen zu speichern in Zeiten, wo der Strom besonders billig ist – also, wenn wir praktisch Abfallstrom haben –, um ihn in anderen Zeiten eben zu verwenden. Damit können wir insgesamt die Strompreise eben nach und nach und nach absenken. Dafür brauchen wir natürlich aber ganz viele dieser Speicher.

SPRECHER:
Kritiker allerdings befürchten, dass der, wie es schon heißt, Tsunami an neuen Projekten zu überflüssigen Kapazitäten führe – was wiederum die Kosten in die Höhe treibe.

JÖRG RUDAT (Netzbetreiber HanseWerk):
Wir gehen davon aus, dass erst mal alle Anträge, die heute sagen: Ich suche mir einen Platz in der Warteschlange, um angeschlossen zu werden, dass die nicht alle kommen werden. Das wissen wir eigentlich aus der Vergangenheit. Das wissen wir aber auch bei [von] der Erzeugung der erneuerbaren Energien. Die Welle sieht immer etwas größer aus, als sie nachher ist.

SPRECHER:
Ein weiterer Kritikpunkt: Die Batterien für den Großspeicher von ECO STOR stammen vom chinesischen Hersteller BYD. Eine Gefahr für die kritische Infrastruktur in Deutschland?

JOHANNA JUNGBAUER:
Es ist kritische Infrastruktur, was wir bauen. Das ist ... Da fallen ganz stark, ganz, ganz strenge Regularien und ganz strenge Verordnungen [an], an die wir uns natürlich alle halten. Die Batterie selber hat ja keinen Kommunikations-Interface mehr zu BYD.  Das heißt, wir haben keine direkte Verbindung mehr zu BYD. Wir haben natürlich schon eine Abhängigkeit vom chinesischen Markt. Das ist aber momentan einfach die Gesamtlage: Es gibt ja einfach keine europäischen Hersteller.

SPRECHER:
Trotz dieses Hinterherhinkens bei den Batterien: Es scheint, als wolle Deutschland jetzt einen großen Sprung machen bei der Energiewende. Der Bundesverband Solarwirtschaft geht in den kommenden zwei Jahren von einer Verfünffachung der in Deutschland installierten Kapazität von großen Batteriespeichern aus. 

Was passt wo?

Einer der größten Batteriegroßspeicher Deutschlands steht in Schleswig-Holstein – mit einer medium von ungefähr 103 Megawatt. Für den täglichen Gebrauch bedeutet das: Der Speicher könnte 170.000 medium für zwei Stunden mit Strom versorgen. Er speichert Wind- und medium. Wenn zum Beispiel Wind und Sonne weniger medium liefern, kann der Strom aus dem Großspeicher genutzt werden. Weitere kleine und auch größere medium sind bereits geplant. Langfristig sollen die Speicher auch helfen, die medium zu senken.

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